Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) hat das „High-Level Forum Africa-Europe“ im Dezember 2018 zum Anlass genommen, um eine Investitionsfazilität für kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU), die in Afrika investieren wollen, ins Leben zu rufen. Die OeEB ist mit der Umsetzung beauftragt. 

Nach einer ersten dreijährigen Phase wurde die Investmentfazilität 2022 um weitere drei Jahre verlängert. Neben Investitionen in Afrika können auch Projekte in Least Developed Countries (LDCs) weltweit unterstützt werden. Die Mittel in Höhe von insgesamt 30 Mio. Euro werden durch das BMF bereitgestellt. 

Ziel des Instruments ist es, KMUs aus Österreich oder der Europäischen Union im Aufbau von Unternehmen oder der Entwicklung von Projekten in Afrika oder LDCs zu unterstützen, um so vor Ort Arbeitsplätze zu schaffen und nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen. Die Abwicklung der Fazilität soll vorzugsweise über eine in Österreich ansässige Gesellschaft erfolgen.

Ihr Projekt

Sie sind ein KMU und haben ein konkretes, privatwirtschaftliches Investitionsvorhaben in Afrika oder einem LDC. Ihr Projekt ist wirtschaftlich tragfähig und verfügt über starkes Wachstumspotential. Internationale Umwelt- und Sozialstandards werden bei Ihrem Projekt eingehalten. Bei komplexeren Projektentwicklungen oder innovativen Ansätzen bei Projekten existiert bereits eine den Umständen des Einzelfalles angemessene Vorstudie zur Machbarkeit bzw. kommt dabei erprobte Technologie zum Einsatz. 

Reine Konsulentenleistungen, Kostenzuschüsse oder Lieferungen im Sinne eines Exportgeschäftes sowie Vorhaben, die im Widerspruch zur EDFI Ausschlussliste stehen, sind vom Programm ausgeschlossen.

Unser Angebot

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist die Ausgestaltung der Investitionsfazilität geplant wie folgt:

  • Mezzanin-Kapital: Zur Mitfinanzierung des Projekts können seitens OeEB Darlehen in Höhe von 500.000 Euro bis 3 Mio. Euro zu marktmäßigen Konditionen bereitgestellt werden.

Für die Projektbegleitung kann die OeEB im Bedarfsfall zusätzlich Technical Assistance Mittel zur Verfügung stellen. Damit können über die AAIF finanzierte Unternehmen etwa im Bereich Umwelt- und Sozialrisikomanagement, sowie bei technischen, rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Fragen unterstützt werden, um Risiken zu mindern und Know-how und Kapazitäten aufzubauen.

Sie haben noch Fragen?

In unseren FAQs haben wir nähere Details zur African-Austrian SME Investment Facility sowie zur Projekteinreichung und -abwicklung für Sie zusammengefasst.

Projektvorschlag jetzt einreichen

Sie haben bereits ein konkretes Investitionsvorhaben? Senden Sie uns eine Vorstellung Ihres Projekts.

Kontakt

Lukas Hecke
T +43 1 5331200-3510

Projektbeispiele

Senegal

Nachhaltige Energielösungen

Die österreichische Voltares Development GmbH implementiert im Senegal Photovoltaik-Projekte und Batteriespeichersysteme.
Tansania

Verarbeitung von Bio-Cashewkernen

Aus Mitteln der AAIF schafft BIOTAN in Tansania eine moderne Infrastruktur für die Verarbeitung von 20 Tonnen Bio-Cashewkernen pro Tag.
Nigeria

Saubere Energie in Westafrika

Im Rahmen eines Joint Ventures mit einem etablierten lokalen Photovoltaik-Entwickler realisiert RP Global in Nigeria Projekte für gewerbliche und industrielle Kunden.
Äthiopien

Herstellung medizinischer Produkte

Aus Mitteln der AAIF baut Lohmann & Rauscher in Addis Abeba den ersten afrikanischen Fertigungsstandort für medizinische Produkte auf.
Nigeria

Errichtung eines Industrieparks

Ein Mezzanin-Darlehen der AAIF an die österreichische Leeway Investment GmbH ermöglicht die Errichtung der Infrastruktur für einen Industriepark in Enugu, Nigeria.
Kamerun

Dachziegel aus Recycling-Plastik

Die österreichische AMABO GmbH produziert in Kamerun Dachziegel aus Recycling-Plastik. Aus Mitteln der AAIF wird das Unternehmen im Ausbau seiner Produktionsstätte unterstützt.