16.04.2026

Die OeEB blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Mit einem Neugeschäftsvolumen von 306 Mio. Euro, einem Portfolio von 1.688 Mio. Euro, dem Start eines Klima-Dachfonds mit einem mobilisierten Kapital von rund 40 Mio. Euro in Kooperation mit einem österreichischen Partner und der Widmung von 824 Tsd. Euro für Technische Assistenz-Programme, führte die OeEB ihren strategischen Kurs nachhaltig fort, erschloss neue Märkte und setzte wichtige impact-generierende Meilensteine im Rahmen ihres auf die Privatwirtschaft ausgerichteten Mandates.

"2025 haben wir die Umsetzung unserer Strategie weiter vorangetrieben und dabei neue Meilensteine gesetzt. Durch den zielgerichteten Einsatz unserer Instrumente konnten wir effektive Maßnahmen in unseren strategischen Schwerpunkten Klima und Gender, sowie in unseren Fokusmärkten Afrika und Least Developed Countries (LDCs) realisieren", so die Marktseite verantwortende OeEB Vorständin Sabine Gaber. Über 41 Prozent des Neugeschäftes und 52 Prozent des Portfolios (871 Mio. Euro) entfallen auf klimarelevante Projekte wie erneuerbare Energien inkl. Speicherlösungen, Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Landwirtschaft und vieles mehr. Zusätzlich wird mit dem Start des Klima-Dachfonds "ACP OeEB Climate Impact Fund" das von Impact-Investoren mobilisierte Kapital über ausgewählte Zielfonds in grüne Projekte in Asien, Afrika und Lateinamerika selektiv investiert.

"Besonders erfreulich ist, dass wir 2025 den weltweit ersten geschlechtsspezifischen und global investierenden Investmentfonds 'Global Gender Smart Fund (GGSF)' mit finanziellen Mitteln und unserer Expertise unterstützen konnten, welcher sich für die 2X Challenge – eine globale Initiative zur Mobilisierung von Kapital zur Stärkung von Frauen als Unternehmerinnen, Führungskräfte, Arbeitnehmerinnen oder Konsumentinnen – qualifizieren konnte. Sehr gut gelungen ist der weitere Ausbau des Afrikageschäftes mit einem Neugeschäftsanteil von 35 Prozent bei einem bestehenden Portfolioanteil von 26 Prozent (436 Mio. Euro). Dabei wurde auch das für österreichische und europäische KMU maßgeschneiderte Finanzierungsinstrument ''African-Austrian SME Investment Facility+ (AAIF+)' fortgeführt, welches den Aufbau von Unternehmen oder die Entwicklung von Projekten in Afrika und Least Developed Countries zum Ziel hat. Über 16 Prozent des Neugeschäftes bzw. 15 Prozent des Portfolios (262 Mio. Euro) entfallen auf Least Developed Countries. Bei der Vergabe einer Kreditlinie an eine Institution in Burundi – einem Least Developed Country – zur Stärkung des MKMU-Sektors und von Frauen geführten Unternehmen, hat die OeEB zusätzlich eine Absicherungsgarantie aus dem Europäischen Fonds für nachhaltige Entwicklung (EFSD+) einsetzen können und damit die Leistbarkeit für die Endkundinnen erhöht und Risiken mitigiert", erläutert Gaber weiter.

Als thematisch fokussierte Entwicklungsbank verfolgt die OeEB im Auftrag des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) das Ziel, durch die Stärkung des Privatsektors die Lebensbedingungen von Menschen in benachteiligten Regionen dauerhaft zu verbessern. Neben der Wirtschaftlichkeit der finanzierten Projekte stehen entwicklungspolitische Effekte im Vordergrund. "Unsere Finanzierungen tragen dazu bei, lokale Wertschöpfung zu stärken, Arbeitsplätze zu schaffen, den Zugang zu leistbarer und sauberer Energie zu verbessern und stabile wirtschaftliche Perspektiven vor Ort zu ermöglichen", so Steffen Suhany, der in der OeEB im Vorstand für die Marktfolge zuständig ist. Aufgrund von geopolitischen und geoökonomischen Spannungen ist das globale Geschäftsumfeld weiterhin von erheblichen Unsicherheiten geprägt. Gleichzeitig besteht eine enorme Finanzierungslücke bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsagenda 2030 und der Ziele des Pariser Klimaabkommens. "Vor dem Hintergrund weltweit sinkender öffentlicher Entwicklungshilfemittel gewinnt die Finanzierung des Privatsektors zunehmend an Bedeutung. Entwicklungsbanken wie die OeEB übernehmen dabei eine zentrale Rolle als antizyklische Partner."

Technische Assistenz: Unterstützende, nicht rückzahlbare Zuschüsse 

Technische Assistenz (TA) ist ein strategisches Kerninstrument zur Stärkung der entwicklungspolitischen Wirkungen der OeEB-Projekte und insbesondere zur Unterstützung der Umsetzung von klimabezogenen Maßnahmen. Es handelt sich dabei um nicht rückzahlbare Zuschüsse, die entsprechend den strategischen Vorgaben projektbegleitend eingesetzt werden können. 2025 wurden 824 Tsd. Euro für 11 Projekte genehmigt und sechs Projekte in Höhe von 478 Tsd. Euro abgeschlossen. Die Projekte umfassen Beratungsleistungen rund um den Kapazitätsaufbau nachhaltiger Fischzucht, die Stärkung des Klimarisikomanagements von Institutionen, bis hin zur Implementierung eines unabhängigen Beschwerdemechanismus im Bereich Mikrofinanz. 

Geschäftsergebnis 

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 5,13 Mio. Euro (2024: 7,16 Mio. Euro). Der Geschäftsbericht 2025 ist hier verfügbar.