31.01.2023

Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) und die OeEB geben die Verlängerung der African-Austrian SME Investment Facility (AAIF) bekannt. Über die AAIF stellt das BMF insgesamt 30 Mio. Euro für Klein- und Mittelbetriebe aus Österreich oder der Europäischen Union, die in Afrika investieren wollen, bereit. Die OeEB wurde erneut mit der Umsetzung beauftragt.

Die African-Austrian SME Investment Facility (AAIF) wurde anlässlich des "High-Level Forum Africa-Europe" im Dezember 2018 ins Leben gerufen und ging 2019 mit 10 Mio. Euro an den Start. Ziel des Instruments ist es, Unternehmen – vorrangig KMUs – aus Österreich oder der Europäischen Union im Aufbau von Unternehmen oder der Entwicklung von Projekten in Afrika zu unterstützen, um so vor Ort Arbeitsplätze zu schaffen und nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen. 

Seitdem wurde aus Mitteln der AAIF Beteiligungs- oder Mezzanin-Kapital für fünf österreichische Unternehmen in den Bereichen Erneuerbare Energie, Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und industrielle Produktion bereitgestellt. Aufgrund des bisherigen Erfolges des Instruments und des großen Interesses seitens österreichischer Unternehmen wird die Investmentfazilität nun um weitere drei Jahre verlängert und um 20 Millionen Euro aufgestockt. Neben Investitionen in Afrika können ab sofort auch Projekte in Least Developed Countries (LDCs) weltweit unterstützt werden. 

"Mit Transaktionsgrößen von bis zu drei Mio. Euro pro Projekt schließt die AAIF eine Finanzierungslücke zwischen den Wirtschaftspartnerschaften der Austrian Development Agency und größeren Beteiligungs- und Finanzierungsprojekten der OeEB. Damit wollen wir auch weiterhin heimische Klein- und Mittelbetriebe im Auf- und Ausbau von Aktivitäten in Afrika gezielt unterstützen", so Harald Waiglein, Sektionschef der Sektion für Wirtschaftspolitik, Finanzmärkte und Zölle im Finanzministerium. Die Mittel werden im Rahmen des Ausfuhrförderungsgesetzes (AusfFG) bereitgestellt.

Chancenmarkt Afrika

In ihrer Strategie hat sich die OeEB zum Ziel gesetzt, ihre Aktivitäten in Afrika und den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt auszuweiten. "Wir freuen uns daher sehr, mit der AAIF ein zusätzliches Instrument für die Entwicklung des Privatsektors in Afrika in der Hand zu haben, mit dem wir gezielt auch heimische Klein- und Mittelbetriebe ansprechen können. Der afrikanische Kontinent bietet für österreichische Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten. Besonders hohes Interesse und Potenzial sehen wir in den Bereichen Erneuerbare Energie, Umwelttechnologie, Infrastruktur und der verarbeitenden Industrie", erläutert Michael Wancata, OeEB-Vorstandsmitglied und verantwortlich für den Bereich Beteiligungen. 

Für die Projektbegleitung kann die OeEB im Bedarfsfall zusätzlich Technical Assistance Mittel zur Verfügung stellen. "Damit können wir den über die AAIF finanzierten Unternehmen etwa im Bereich Umwelt- und Sozialrisikomanagement, sowie bei technischen, rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Fragen unterstützen, um Know-how und Kapazitäten aufzubauen und Risiken zu mindern", ergänzt OeEB-Vorstandsmitglied Sabine Gaber.